Patricia Galinda und die „Amazonian Women“

Portrait of the environmental defender Patricia Gualinga (C/ Amnesty International)

Die „Mujeres Amazonicas“, die „Frauen vom Amazonas“, Patricia Gualinga, Nema Grefa, Salomé Aranda und Margoth Escobar haben eine Mission: den größten Regenwald der Welt zu schützen. Sie wehren sich gegen die Zerstörung des Regenwaldes durch extraktive Industrien in indigenen Gebieten.

In 2018 erfuhren sie eine Serie von Angriffen und Todesdrohungen durch unbekannte Angreifer. Seit mehr als einem Jahr nun haben es die Behörden von Ecuador versäumt, sie zu schützen und die Angreifer ausfindig zu machen.

Einen vollständigen Bericht über die Frauen in englischer Sprache können Sie hier herunterladen:

HRD 2020-03 Amazonian Women Report

Hintergrund: In Ecuador arbeiten Dutzende von Frauen zusammen, um die Amazonasgebiete zu schützen, die Heimat sind für Hunderte Indigener Gemeinden und für Tausende verschiedener Arten und in denen sich die Hälfte des Regenwaldes der Welt befindet. Wirtschaftliche Aktivitäten im großen Maßstab; wie Ölförderung, Holzschlag und Bergbau stellen eine große Gefahr für die Rechte der Menschen und die Umwelt dar.

Diese Frauen, die sich für den Regenwald einsetzen, sind gefährdet. Eine der „Frauen vom Amazonas“, Margoth Escobar war auf dem Geburtstag eines Freundes in der Stadt Puyo im Amazonasgebiet, als ein Nachbar sie anrief und ihr sagte, dass ihr Haus brannte. Das Feuer zerstörte ihr Haus und das Kunsthandwerk im Wert von mehr als 50.000 US Dollar, welches sie und andere Frauen über Weihnachten verkaufen wollten. Die lokale Feuerwehr sagte später, es sei ein Akt von Brandstiftung gewesen.

Dies war nur einer von mehreren alarmierende Angriffen gegen die Mitglieder der Amazonian Women im Jahre 2018; er ist Teil einer Kampagne von Drohungen, Schmierkampagnen und physischer Gewalt gegen die Frauen in Ecuador. Einige der Frauen haben Anzeige erstattet. Seit nun mehr als einem Jahr gibt es aber immer noch keine Bemühungen, die Täter zu finden und die Frauen zu schützen.

Die Frauen machen dennoch weiter. Am 08. März wird das Kollektiv der Mujeres Amazonicas eine Demonstration in Quito organisieren und am 9. März eine Petition an den Generalstaatsanwalt überreichen.

Bitte unterstützen Sie die Frauen, schreiben Sie an die Generalstaatsanwältin von Ecuador und bitten Sie ihn um Gerechtigkeit und Schutz für die Frauen des Amazonas!

Sie können sich  an der Online-Aktion von Amnesty International in den USA beteiligen: und Appelle über die sozialen Medien schreiben:

https://www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/mujeres-amazonicas

Wenn Sie sich an den Briefaktionen beteiligen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an:

amnesty@menschenrechtsverteidiger.de

Sie erhalten dann einen Musterbrief, den Sie versenden können.

5. März 2020